Nordlichter fotografieren: Wo, wann und mit welchen Einstellungen
Das Polarlicht ist eines der lohnendsten und zugleich unberechenbarsten Fotomotive. Mit dem richtigen Revier, dem richtigen Monat und einer Handvoll Kameraeinstellungen steigen die Chancen erheblich.
15. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit

Aurora Borealis entsteht, wenn geladene Teilchen der Sonne auf die Atmosphäre treffen. Sichtbar wird sie nur bei Dunkelheit, klarem Himmel und ausreichender Sonnenaktivität — drei Bedingungen, die man nicht erzwingen, aber klug einplanen kann.
Wo
- Nordnorwegen (Tromsø, Lofoten, Senja) — dramatische Küstenkulisse als Vordergrund.
- Island — Aurora über Wasserfällen, Lagunen und Vulkanlandschaft.
- Finnisch-Lappland — ruhige Wälder, gefrorene Seen, Chancen auf Spiegelungen.
- Schwedisch-Lappland (Abisko) — der „Blaue-Loch“-Effekt sorgt statistisch für besonders viele klare Nächte.
Wann
Die Saison reicht grob von September bis März — dann sind die Nächte lang genug. Ein Blick in unseren eigenen Bestand zeigt, wann die Anbieter ihre Nordlicht-Reisen tatsächlich ansetzen (angebotene Abfahrten mit Motiv „Polarlichter“, Stand Juli 2026):
| Monat | Abfahrten |
|---|---|
| Januar | 13 |
| Februar | 6 |
| März | 11 |
| September | 11 |
| Oktober | 4 |
| November | 4 |
| August (Rand) | 2 |
Deutlich zu sehen: kein Angebot von April bis Juli — in der hellen Jahreszeit ist es zu keiner Stunde dunkel genug. Die Dichte konzentriert sich auf Januar–März und September.
Kameraeinstellungen
- Stativ — Pflicht. Dazu Fernauslöser oder 2-Sekunden-Selbstauslöser.
- Objektiv: weitwinklig und lichtstark (z. B. 14–24 mm, f/2.8 oder offener).
- Blende offen, ISO 1600–3200 als Startpunkt, Belichtungszeit 5–15 s (je aktiver die Aurora, desto kürzer, damit die Strukturen scharf bleiben).
- Fokus manuell auf unendlich — im Live-View auf einen hellen Stern scharfstellen.
- RAW fotografieren und den Weißabgleich später setzen.
Nordlicht-Fotoreisen im Ăśberblick
GefĂĽhrte Reisen mit Aurora-Schwerpunkt in Norwegen, Island, Finnland und Schweden.